Krone am Backenzahn: Kosten, Material und Haltbarkeit

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 3. Juni 2026 14:37

Eine Krone im Seitenzahnbereich gehört zu den häufigsten Formen des professionellen Zahnersatzes. Wir setzen sie ein, wenn ein Backenzahn stark geschwächt ist, nach einer größeren Füllung stabilisiert werden muss oder nach einer Wurzelbehandlung zusätzlichen Schutz braucht. Für viele Patientinnen und Patienten stehen dabei drei Fragen im Mittelpunkt: Welche Ausgaben kommen auf uns zu, welches Material passt und wie lange hält die Versorgung zuverlässig?

Damit Sie eine fundierte Entscheidung treffen können, betrachten wir den Aufbau der Behandlung, die wichtigsten Materialvarianten, die zu erwartenden Kosten und die Faktoren, die die Lebensdauer beeinflussen. Zusätzlich zeigen wir, worauf Sie bei der Planung mit Zahnarztpraxis, Labor und Krankenkasse achten sollten.

Wann eine Versorgung am Seitenzahn sinnvoll ist

Ein Backenzahn muss beim Kauen deutlich mehr Kräfte aufnehmen als ein Frontzahn. Genau deshalb genügt bei großen Defekten oft keine einfache Füllung mehr. Eine überkronte Versorgung bietet dem Zahn eine stabile Hülle und schützt geschwächte Zahnsubstanz vor weiteren Brüchen.

Typische Gründe sind:

  • großflächige Karies mit wenig verbliebener Zahnsubstanz
  • Risse oder Absplitterungen nach einer starken Belastung
  • stark zerstörte Zähne nach längerer Füllungstherapie
  • Schutz nach einer Wurzelbehandlung
  • Stabilisierung bei bereits versorgten Seitenzähnen mit hoher Kaubelastung

Wir prüfen vorab immer, ob der Zahn noch ausreichend Substanz für eine Kronenversorgung bietet oder ob eine andere Form des Zahnersatzes sinnvoller ist. Dazu gehören Röntgenaufnahmen, der klinische Befund und die Einschätzung des Pfeilerwerts des Zahns.

Welche Kronenarten für Backenzähne infrage kommen

Im Seitenzahnbereich stehen nicht nur Funktion, sondern auch Belastbarkeit und Verträglichkeit im Vordergrund. Optik spielt ebenfalls eine Rolle, fällt aber meist etwas weniger stark ins Gewicht als bei sichtbaren Frontzähnen.

Vollgusskrone

Vollgusskronen bestehen meist aus Metalllegierungen. Sie gelten als sehr robust und eignen sich besonders gut für stark belastete Backenzähne. Der Materialabtrag am Gegenzahn ist meist gering, die Ästhetik allerdings deutlich eingeschränkter.

Verblendkrone

Bei einer Verblendkrone wird ein Metallgerüst mit Keramik oder Kunststoff verblendet. So lässt sich eine natürliche Außenwirkung mit guter Stabilität verbinden. Im hinteren Bereich ist diese Lösung häufig ein ausgewogener Kompromiss, auch wenn im Lauf der Zeit Kanten oder Abplatzungen an der Verblendung auftreten können.

Anleitung
1Wir untersuchen den Zahn und prüfen die Erhaltungsfähigkeit.
2Wir besprechen Material, Ästhetik, Funktion und Kosten.
3Der Zahn wird vorbereitet und nach Bedarf aufgebaut.
4Wir nehmen einen präzisen Abdruck oder einen digitalen Scan.
5Bis zur endgültigen Versorgung trägt der Zahn ein Provisorium — Prüfe anschließend das Ergebnis und wiederhole bei Bedarf die entscheidenden Schritte.

Vollkeramische Krone

Vollkeramik kommt ohne Metall aus und ist sehr gut verträglich. Für Backenzähne eignet sich dieses Material vor allem dann, wenn eine metallfreie Versorgung gewünscht ist und die Bisssituation gut abgestimmt werden kann. Moderne Keramiken bieten hohe Festigkeit, verlangen aber eine präzise Planung und Verarbeitung.

Goldlegierung

Goldhaltige Kronen sind in vielerlei Hinsicht bewährt. Sie sind langlebig, gut verträglich und passen sich oft sehr gut an die Kaubelastung an. Für manche Patientinnen und Patienten ist die auffällige Farbe jedoch ein Ausschlusskriterium.

Wovon die Kosten abhängen

Die Ausgaben für eine Seitenzahnkrone hängen von mehreren Bausteinen ab. Der Endpreis ergibt sich nicht nur aus dem Material, sondern auch aus dem Aufwand für Diagnose, Zahntechnik und Eingliederung.

  • gewähltes Material und Verblendung
  • Größe des Defekts und Vorbehandlung
  • ob ein Aufbau des Zahnstumpfs nötig ist
  • Laborkosten und technisches Verfahren
  • Art der Abrechnung mit der Krankenkasse
  • ob Zusatzleistungen gewünscht werden

Im Regelfall übernimmt die gesetzliche Krankenkasse einen befundbezogenen Festzuschuss. Dieser deckt einen Teil der Regelversorgung ab. Entscheiden Sie sich für eine höherwertige Lösung, entsteht eine Eigenbeteiligung, die je nach Material und Laboraufwand spürbar variieren kann. Mit Bonusheft fällt der Zuschuss in vielen Fällen höher aus.

Vor Beginn der Versorgung sollten Sie sich einen Heil- und Kostenplan geben lassen. Dort sehen Sie, welche Positionen eingeplant sind, welcher Zuschuss zu erwarten ist und welcher Eigenanteil am Ende bleibt. So lässt sich ein Vergleich zwischen unterschiedlichen Versorgungsformen deutlich besser beurteilen.

Typische Preisbereiche im Überblick

Eine exakte Summe lässt sich erst nach Untersuchung und Planung nennen. Trotzdem hilft ein grober Rahmen bei der Orientierung.

  • einfache Metallkrone mit geringem Eigenanteil bei Regelversorgung
  • verblendete Versorgung mit mittlerer bis höherer Zuzahlung
  • vollkeramische Lösung mit deutlich stärkerem Eigenanteil
  • zusätzliche Kosten bei Stiftaufbau, Provisorium oder Spezialdiagnostik

Gerade bei mehreren betroffenen Zähnen lohnt sich ein transparenter Blick auf die Gesamtrechnung. Wir raten dazu, nicht nur den Einzelpreis zu betrachten, sondern auch die Haltbarkeit, die ästhetische Wirkung und den Pflegeaufwand.

Welche Materialwahl im Seitenzahnbereich sinnvoll ist

Die Entscheidung für ein Material hängt nicht allein vom Budget ab. Wir berücksichtigen immer die Lage des Zahns, die Belastung beim Kauen, mögliche Allergien, die Bisssituation und Ihre persönlichen Wünsche.

Für stark belastete hintere Zähne ist Metall oft sehr widerstandsfähig. Wer eine natürliche Wirkung und metallfreie Versorgung bevorzugt, denkt eher an Keramik. Verblendete Varianten liegen dazwischen. Gold ist technisch hervorragend, wird aber seltener wegen der Optik gewählt.

Wichtig ist auch der Kontakt zum Gegenzahn. Harte oder schlecht angepasste Restaurationen können dort auf Dauer Spuren hinterlassen. Deshalb spielt die präzise Okklusionskontrolle bei jeder Kronenversorgung eine zentrale Rolle.

Wie lange eine Krone auf einem Backenzahn hält

Die Lebensdauer hängt von Material, Verarbeitung, Mundhygiene und Belastung ab. Viele Kronen bleiben über viele Jahre, nicht selten sogar deutlich länger, funktionsfähig. Maßgeblich sind aber auch Gewohnheiten wie Zähneknirschen, harte Nahrung, Nachtpressen und regelmäßige Kontrolltermine.

Einige Faktoren verlängern die Haltbarkeit besonders deutlich:

  • sorgfältige tägliche Zahnpflege mit Zahnzwischenraumpflege
  • regelmäßige professionelle Kontrollen
  • angepasste Kaukräfte durch gute Bissabstimmung
  • Schutzschienen bei Bruxismus
  • frühe Behandlung von Randkaries oder Entzündungen

Auch die Kronenrandgestaltung ist entscheidend. Wenn der Übergang zwischen Zahn und Restauration sauber verarbeitet ist, sinkt das Risiko für Sekundärkaries und Zahnfleischreizungen.

So läuft die Versorgung in der Praxis ab

Damit Sie wissen, was auf Sie zukommt, lässt sich die Behandlung in mehrere Schritte gliedern.

  1. Wir untersuchen den Zahn und prüfen die Erhaltungsfähigkeit.
  2. Wir besprechen Material, Ästhetik, Funktion und Kosten.
  3. Der Zahn wird vorbereitet und nach Bedarf aufgebaut.
  4. Wir nehmen einen präzisen Abdruck oder einen digitalen Scan.
  5. Bis zur endgültigen Versorgung trägt der Zahn ein Provisorium.
  6. Das Labor fertigt die Krone nach den vereinbarten Vorgaben an.
  7. Beim Einsetzen prüfen wir Passung, Biss und Kontaktpunkte.
  8. Nach der Eingliederung folgen Pflegehinweise und Kontrolltermine.

Je nach Ausgangssituation kann die Behandlung an einem oder mehreren Terminen erfolgen. Bei größeren Vorarbeiten, etwa nach einer Wurzelbehandlung oder bei stark zerstörter Zahnstruktur, braucht es manchmal zusätzliche Zwischenschritte.

Was Sie vor der Entscheidung klären sollten

Eine gute Planung spart später Rückfragen und erleichtert die Wahl. Vor allem bei einem professionellen Zahnersatz sollten Sie bestimmte Punkte vorab besprechen:

  • Ist der Zahn langfristig erhaltungswürdig?
  • Welche Materialvariante passt zu Ihrer Belastungssituation?
  • Wie hoch ist der voraussichtliche Eigenanteil?
  • Ist ein Bonusheft vorhanden und aktuell geführt?
  • Gibt es Risiken für Knirschen oder Pressen?
  • Ist eine Schiene zusätzlich sinnvoll?
  • Wie oft sind Kontrollen empfehlenswert?

Wenn Sie mehrere Angebote vergleichen möchten, achten Sie darauf, dass die Leistungen inhaltlich gleich beschrieben sind. Nur so lässt sich ein Preis seriös einordnen. Unterschiede entstehen oft nicht durch das Kronenmaterial allein, sondern durch die Art der Verarbeitung und die begleitenden Schritte.

Pflege und Alltag mit einer Seitenzahnkrone

Nach dem Einsetzen verhält sich die Versorgung im Alltag meist unauffällig. Trotzdem braucht auch ein überkronter Zahn konsequente Pflege. Die Krone selbst bekommt keine Karies, der darunterliegende Zahn und der Kronenrand aber schon, wenn Plaque dauerhaft anhaftet.

Wir empfehlen:

  • zweimal tägliches gründliches Putzen
  • Reinigung der Zwischenräume mit Bürstchen oder Zahnseide
  • Kontrolle von Druckstellen und Bissgefühl nach dem Einsetzen
  • regelmäßige professionelle Zahnreinigung nach Bedarf
  • Vorsicht bei sehr harten Nahrungsmitteln wie Nüssen oder Knochenstücken

Falls Sie Knirschzeichen bemerken, sollte das früh angesprochen werden. Eine Schutzschiene kann die Belastung auf den Zahnersatz deutlich reduzieren und die Stabilität der gesamten Versorgung verbessern.

Wann eine zweite Meinung sinnvoll ist

In manchen Fällen ist die Grenze zwischen Zahnrettung und Ersatzversorgung nicht eindeutig. Dann kann eine zweite Einschätzung helfen, die Möglichkeiten besser zu verstehen. Das gilt vor allem bei tief zerstörten Zähnen, wiederkehrenden Beschwerden, unklarer Prognose oder hohen Kostenunterschieden zwischen den Angeboten.

Wir empfehlen eine zweite Meinung auch dann, wenn Ihnen eine sehr weitreichende Versorgung vorgeschlagen wird und Sie Alternativen prüfen möchten. So erhalten Sie mehr Sicherheit bei der Wahl zwischen Krone, Teilversorgung oder weiterführendem Zahnersatz.

Für eine sorgfältige Entscheidung zählt nicht nur der Preis, sondern auch die voraussichtliche Haltbarkeit, die Zahnerhaltung und die langfristige Belastbarkeit im Alltag.

Was bei der Versorgung eines Seitenzahns zusätzlich zählt

Bei einem Backenzahn geht es nicht nur darum, dass der Zahnersatz optisch passt. Wir müssen vor allem die Belastbarkeit im Alltag, den Bisskontakt und die Stabilität unter hoher Kaubelastung berücksichtigen. Gerade im hinteren Zahnbereich wirken beim Kauen, Pressen und Zähneknirschen deutlich stärkere Kräfte als im Frontzahnbereich. Deshalb planen wir die Versorgung so, dass Form, Randabschluss und Material zusammen eine belastbare Einheit ergeben.

Auch die Ausgangssituation des Zahns spielt eine große Rolle. Ein stark zerstörter Zahn, ein bereits wurzelbehandelter Zahn oder ein Zahn mit großen Füllungen verlangt eine andere Herangehensweise als ein Zahn mit noch gut erhaltener Substanz. Wir achten außerdem darauf, ob das Zahnfleisch gesund ist, wie der Gegenzahn belastet und ob im Seitenzahnbereich ausreichend Platz für das Material vorhanden ist.

Welche Materialeigenschaften im Alltag wirklich wichtig sind

Für eine Krone am Backenzahn zählt nicht nur, aus welchem Werkstoff sie besteht, sondern welche Eigenschaften dieser Werkstoff im Mundalltag mitbringt. Entscheidend sind vor allem Bruchfestigkeit, Abriebverhalten, Verträglichkeit, Randschluss und die Möglichkeit, die Krone präzise anzupassen. Ein Material kann sehr hart sein, aber dadurch den Gegenzahn stärker abnutzen. Ein anderes ist sehr verträglich, benötigt jedoch mehr Platz oder verlangt eine besonders exakte Verarbeitung.

Wir unterscheiden daher nicht nur nach „schön“ oder „stabil“, sondern nach dem Zusammenspiel aus Bisslage, Zahnhartsubstanz, Kaukraft und ästhetischem Anspruch. Im hinteren Bereich ist die Belastung meist höher, weshalb wir häufig Materialien bevorzugen, die eine zuverlässige Langzeitstabilität mitbringen. Gleichzeitig muss die Krone sauber abschließen, damit sich keine Speisereste und Beläge an den Rändern sammeln.

  • Hohe Stabilität bei Druck- und Kaubelastung
  • Gute Passung am Kronenrand
  • Verträgliches Verhalten für Zahnfleisch und umliegende Strukturen
  • Ausreichende Festigkeit trotz geringer Wandstärke
  • Günstiges Abriebverhalten im Zusammenspiel mit dem Gegenzahn

Wie wir die Haltbarkeit zusätzlich beeinflussen

Die Lebensdauer einer Krone hängt nicht allein vom Material ab. Ebenso wichtig sind die Verarbeitung, die Vorbereitung des Zahns und die Nachsorge. Eine präzise Präparation sorgt dafür, dass die Krone sicher sitzt und nicht unnötig belastet wird. Ebenso sollte der Biss sorgfältig kontrolliert werden, damit keine einzelnen Kontaktpunkte zu stark drücken. Schon kleine Ungleichgewichte können auf Dauer Material, Zahn und Kiefergelenk belasten.

Nach dem Einsetzen kommt es darauf an, wie Sie die Versorgung in den Alltag integrieren. Gute Mundhygiene, regelmäßige Kontrolltermine und das rechtzeitige Erkennen von Knirschgewohnheiten tragen wesentlich dazu bei, dass eine Seitenzahnkrone lange funktioniert. Bei Patientinnen und Patienten mit starkem Pressen empfehlen wir häufig eine Aufbissschiene, damit die Kräfte besser verteilt werden. Das schützt nicht nur die Krone, sondern auch die übrigen Zähne.

  1. Den Kronenrand bei den Kontrollen auf Dichtigkeit prüfen lassen.
  2. Den Biss nach dem Einsetzen feinjustieren, wenn Druckstellen auftreten.
  3. Bei nächtlichem Pressen eine Schiene in Betracht ziehen.
  4. Interdentalräume täglich reinigen, damit sich dort keine Beläge festsetzen.
  5. Bei lockerem Gefühl oder ungewöhnlichen Geräuschen frühzeitig zur Kontrolle kommen.

Welche Begleitfaktoren die Entscheidung beeinflussen

Für die Auswahl einer passenden Versorgung betrachten wir auch Faktoren außerhalb des Zahns selbst. Dazu gehören das Alter der vorhandenen Füllungen, die Lage des Zahns im Kiefer, die Sichtbarkeit beim Lächeln und die Frage, ob benachbarte Zähne bereits versorgt sind. Ist ein Nachbarzahn bereits überkront, kann das die Planung erleichtern oder auch zusätzliche Abstimmungen nötig machen.

Ebenso berücksichtigen wir Gewohnheiten im Alltag. Wer viel mit den Zähnen presst, harte Nahrung bevorzugt oder beruflich auf eine belastbare Lösung angewiesen ist, braucht eine andere Material- und Konstruktionswahl als jemand mit geringerer Kaubelastung. Auch bestehende Erkrankungen des Zahnhalteapparats oder ein eingeschränktes Platzangebot im Gebiss können die Planung verändern.

  • Ausmaß der Zahnschädigung
  • Position im Ober- oder Unterkiefer
  • Abstand zum Gegenzahn
  • Vorhandene Füllungen, Wurzelbehandlungen oder Risse
  • Belastung durch Knirschen oder Pressen

Wie Sie Ihre Entscheidung gut vorbereiten

Vor einer Versorgung lohnt sich eine sorgfältige Beratung, damit wir Ihre Erwartungen mit den medizinischen Anforderungen abgleichen können. Es hilft, wenn Sie bereits wissen, ob Ihnen vor allem Haltbarkeit, ein möglichst natürlicher Eindruck oder ein bestimmtes Budget wichtig ist. Auch Fragen zur Kostenbeteiligung, zu möglichen Zuzahlungen und zu alternativen Versorgungen sollten vorab geklärt werden, damit Sie den weiteren Weg besser einschätzen können.

Wir empfehlen außerdem, die vorhandenen Unterlagen mitzubringen, sofern Sie bereits Vorbefunde, Röntgenbilder oder einen Heil- und Kostenplan haben. So lässt sich die Situation schneller erfassen. Wenn mehrere Lösungen medizinisch möglich sind, kann die Entscheidung zwischen einem besonders robusten Werkstoff und einer ästhetisch anspruchsvolleren Variante sinnvoll abgewogen werden. Dabei zählt nicht nur der erste Eindruck, sondern vor allem, wie sich die Versorgung über Jahre bewährt.

  • Welche Belastung muss der betroffene Zahn tragen?
  • Wie viel gesunde Zahnhartsubstanz ist noch vorhanden?
  • Welche Rolle spielt die Optik im hinteren Bereich für Sie?
  • Gibt es Knirschen, Pressen oder andere Risikofaktoren?
  • Welche Eigenanteile und Zuschüsse kommen für Sie infrage?

Woran wir eine langfristig gute Versorgung erkennen

Eine gut geplante Seitenzahnversorgung erkennt man nicht nur an der ersten Passung, sondern am Verhalten im Alltag. Die Krone sollte sich beim Kauen unauffällig anfühlen, keine Druckstellen verursachen und das Schließen des Kiefers nicht verändern. Ebenso wichtig ist, dass der Übergang zum Zahnfleisch sauber verarbeitet ist und sich keine Reizungen entwickeln. Bleibt die Versorgung über längere Zeit stabil, sprechen mehrere Faktoren dafür, dass Konstruktion und Material gut aufeinander abgestimmt sind.

Bei Kontrollen achten wir darauf, ob sich die Ränder verändert haben, ob es zu Abplatzungen gekommen ist oder ob sich der Zahn unter der Krone weiter verändert. Eine rechtzeitig erkannte Veränderung lässt sich oft einfacher behandeln als ein späterer Schaden. Deshalb sind regelmäßige Untersuchungen gerade bei stark belasteten Backenzähnen ein wichtiger Bestandteil der Behandlung.

Häufige Fragen zur Versorgung eines Backenzahns mit Krone

Wann ist eine Krone auf einem Backenzahn medizinisch sinnvoll?

Wir empfehlen eine Krone vor allem dann, wenn der Zahn nach einer Karies, einer großen Füllung, einer Wurzelbehandlung oder einem Substanzverlust nicht mehr ausreichend stabil ist. Ziel ist es, den verbleibenden Zahn langfristig zu schützen und die Kaukräfte sicher zu verteilen.

Wie erkennen wir, ob noch genug Zahnsubstanz vorhanden ist?

Das beurteilen wir in der Regel anhand von Untersuchung, Röntgenbildern und der klinischen Stabilität des Zahns. Ist der Zahn stark ausgehöhlt, eingerissen oder bereits mehrfach versorgt worden, brauchen wir oft eine umfassendere Planung als bei einem kleineren Defekt.

Welche Materialien eignen sich besonders für den Seitenzahnbereich?

Für Backenzähne kommen vor allem Metalllegierungen, verblendete Kronen und vollkeramische Varianten infrage. Welche Lösung wir wählen, hängt von der Lage im Mund, dem Kaugefühl, dem ästhetischen Anspruch und der Belastung im jeweiligen Bereich ab.

Ist eine metallfreie Versorgung im Seitenzahnbereich immer die beste Wahl?

Nicht automatisch, denn auch dort zählt die Stabilität unter hoher Kaubelastung. Vollkeramik kann sehr gut passen, braucht aber passende Platzverhältnisse und eine sorgfältige Planung, während Metallvarianten oft besonders robust und langlebig sind.

Wie setzen sich die Gesamtkosten einer Behandlung zusammen?

Neben dem eigentlichen Kronenmaterial spielen die zahntechnische Herstellung, die Vorbehandlung des Zahns, eventuelle Aufbauten und die Abrechnung der Praxis eine Rolle. Wir sollten daher immer den gesamten Behandlungsplan betrachten und nicht nur den reinen Preis der Krone.

Welche Rolle spielt die Kassenleistung bei der Entscheidung?

Die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt sich bei einer Regelversorgung mit einem Festzuschuss. Wie hoch Ihr Eigenanteil ausfällt, hängt davon ab, welche Versorgung wir wählen und ob Sie ein lückenlos geführtes Bonusheft vorweisen können.

Wie lange hält eine Krone auf einem Backenzahn im Alltag?

Die Haltbarkeit liegt häufig bei vielen Jahren, kann bei guter Pflege und regelmäßiger Kontrolle aber deutlich darüber hinausgehen. Entscheidend sind nicht nur das Material, sondern auch Ihre Mundhygiene, die Passung des Kronenrands und die Belastung durch Knirschen oder Pressen.

Woran merken wir, dass eine alte Krone ersetzt werden sollte?

Warnzeichen sind Randspalten, Schmerzen beim Kauen, häufige Entzündungen am Zahnfleisch oder sichtbare Schäden an der Oberfläche. Auch wenn die Krone locker wirkt oder sich darunter erneut Karies entwickelt, sollten wir die Versorgung zeitnah überprüfen.

Wie läuft die Anpassung an eine neue Seitenzahnkrone im Alltag ab?

Nach dem Eingliederungstermin braucht der Biss oft einige Tage, bis er sich natürlich anfühlt. Kleine Druckstellen oder ein ungewohntes Gefühl sind am Anfang möglich, sollten aber bei der Nachkontrolle gezielt beurteilt werden.

Welche Faktoren sprechen für eine frühzeitige Versorgung statt Abwarten?

Ein geschwächter Backenzahn kann unter weiterer Belastung schneller brechen, besonders wenn bereits große Defekte vorliegen. Je früher wir handeln, desto eher lässt sich der Zahn erhalten und desto größer ist oft die Auswahl an schonenden Versorgungen.

Was sollten wir vor der endgültigen Entscheidung mit der Praxis klären?

Wir empfehlen, den Befund, die Materialalternativen, die zu erwartende Haltbarkeit, den Kostenanteil und mögliche Risiken offen anzusprechen. So können wir gemeinsam eine Lösung finden, die medizinisch sinnvoll ist und zu Ihren Erwartungen passt.

Fazit

Eine Versorgung eines Backenzahns mit Krone ist oft dann die beste Lösung, wenn Stabilität, Funktion und langfristiger Zahnerhalt im Vordergrund stehen. Wir sollten Material, Kosten und Haltbarkeit immer zusammen betrachten, damit die Behandlung fachlich passt und im Alltag zuverlässig trägt.

Checkliste
  • großflächige Karies mit wenig verbliebener Zahnsubstanz
  • Risse oder Absplitterungen nach einer starken Belastung
  • stark zerstörte Zähne nach längerer Füllungstherapie
  • Schutz nach einer Wurzelbehandlung
  • Stabilisierung bei bereits versorgten Seitenzähnen mit hoher Kaubelastung

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Redaktionshinweis

Unsere Beiträge dienen der allgemeinen Information und Orientierung. Wir bieten keine individuelle zahnmedizinische Beratung, keine Diagnose, keine Behandlungsplanung und keine persönliche Versicherungs- oder Finanzberatung. Bei Beschwerden, Schmerzen, Fragen zum Heil- und Kostenplan oder vor verbindlichen Entscheidungen sollten Sie eine Zahnarztpraxis, Ihre Krankenkasse, Ihre Zahnzusatzversicherung oder eine geeignete Beratungsstelle einbeziehen.

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