Stiftkrone Kosten: Wann wird ein Stiftaufbau nötig?

Lesedauer: 13 Min
Aktualisiert: 3. Juni 2026 12:46

Eine stark geschädigte Zahnkrone stellt uns häufig vor die Frage, wie viel gesunde Zahnsubstanz noch vorhanden ist und welche Form des Zahnersatzes sinnvoll bleibt. In vielen Fällen reicht eine normale Krone nicht mehr aus, weil der Zahn zusätzlich von innen stabilisiert werden muss. Genau dann rückt der Stiftaufbau in den Fokus.

Wir betrachten in diesem Beitrag, wann ein Stiftaufbau medizinisch sinnvoll ist, wie er die spätere Versorgung beeinflusst und welche Kostenfaktoren dabei eine Rolle spielen. Außerdem ordnen wir ein, wann die Kassenleistung endet, welche privaten Anteile möglich sind und wie Sie die Behandlungsschritte besser einschätzen können.

Wann ein Stiftaufbau überhaupt in Frage kommt

Ein Stiftaufbau wird nicht routinemäßig eingesetzt, sondern nur dann, wenn der natürliche Zahn für eine stabile Versorgung zu stark zerstört ist. Das betrifft vor allem Zähne nach einer großen Karies, nach einem Unfall oder nach einer Wurzelkanalbehandlung. Entscheidend ist, dass im Wurzelkanal noch genügend Substanz vorhanden ist, um einen Stift sicher zu verankern.

Wir brauchen einen solchen Aufbau vor allem dann, wenn die spätere Krone sonst keinen festen Halt hätte. Der Stift ersetzt dabei nicht den Zahn, sondern dient als innere Stütze für den Kernaufbau. Darauf kann anschließend die Krone befestigt werden.

Typische Ausgangssituationen

  • Der Zahn ist stark abgeknabbert oder abgebrochen.
  • Nach einer Wurzelbehandlung fehlt viel Zahnwand.
  • Die Restsubstanz reicht für eine direkte Kronenversorgung nicht mehr aus.
  • Der Zahn soll erhalten bleiben, obwohl der sichtbare Anteil stark beschädigt ist.

Wie Stift und Krone zusammenwirken

Der Stiftaufbau ist kein Ersatz für eine Krone, sondern ein Zwischenschritt zur Stabilisierung. Wir unterscheiden dabei zwischen dem Stift im Wurzelkanal, dem Aufbau des Zahnstumpfs und der eigentlichen Krone. Erst das Zusammenspiel dieser Elemente schafft eine belastbare Versorgung.

Der Stift wird in den bereits behandelten Wurzelkanal eingesetzt. Er dient als Verankerung für den Aufbaukern. Dieser formt den Zahnstumpf so, dass die Krone später passgenau aufgesetzt werden kann. Das ist vor allem bei stark zerstörten Front- und Seitenzähnen relevant, wenn die Restzahnkrone nicht mehr ausreicht.

Warum nicht jeder beschädigte Zahn einen Stift braucht

Ein Stift ist nur sinnvoll, wenn der Zahn wurzelbehandelt und stabil genug ist. Bei lebenden Zähnen wird er in der Regel nicht verwendet. Außerdem darf die Wurzel selbst keine gravierenden Schäden aufweisen, etwa Risse oder fortgeschrittene Entzündungen. Sonst würde der Nutzen das Risiko nicht aufwiegen.

Anleitung
1Es wird geprüft zunächst, ob ein Stift medizinisch sinnvoll ist.
2Danach wird festgelegt, welche Kronenart geplant ist.
3Im Heil- und Kostenplan sehen wir die Einzelpositionen.
4Erst danach lässt sich der Eigenanteil realistisch einschätzen.

Welche Faktoren die Kosten beeinflussen

Die Gesamtkosten hängen von mehreren Bausteinen ab. Entscheidend sind Material, Aufwand, Zahnsituation und die Frage, ob die Versorgung im sichtbaren Bereich oder im Seitenzahnbereich erfolgt. Auch die Art der Krone beeinflusst die Rechnung deutlich.

  • Art des Stifts, zum Beispiel Metall oder faserverstärkter Stift
  • Umfang des Stumpfaufbaus
  • Zusätzliche Wurzelkanalmaßnahmen
  • Art der Krone, etwa Vollkeramik oder Verblendkrone
  • Laborkosten und Praxisaufwand
  • Vorbehandlungen wie Röntgen oder provisorische Versorgung

Je komplexer die Ausgangslage, desto höher fällt der Aufwand aus. Besonders wenn mehrere Schritte notwendig sind, steigt der Gesamtbetrag. Deshalb lohnt sich ein Heil- und Kostenplan, bevor wir mit der endgültigen Versorgung starten.

Welche Kostenbereiche üblich sind

Die finanzielle Spanne ist groß, weil sich Stiftaufbau und Kronenversorgung aus mehreren Einzelpositionen zusammensetzen. Für den Stiftaufbau selbst können je nach Material und Abrechnung unterschiedliche Beträge anfallen. Hinzu kommt die spätere Krone, deren Preis sich nach Material und Laborarbeit richtet.

Bei gesetzlich Versicherten übernimmt die Krankenkasse meist nur den befundbezogenen Festzuschuss für die Krone. Der Stiftaufbau ist häufig eine private Zusatzleistung, sofern er nicht als medizinisch notwendige Leistung anders eingeordnet wird. Die genaue Kostenaufteilung hängt daher immer vom Einzelfall und vom Befund ab.

So ordnen wir die Kosten ein

  1. Es wird geprüft zunächst, ob ein Stift medizinisch sinnvoll ist.
  2. Danach wird festgelegt, welche Kronenart geplant ist.
  3. Im Heil- und Kostenplan sehen wir die Einzelpositionen.
  4. Erst danach lässt sich der Eigenanteil realistisch einschätzen.

Was die Krankenkasse übernimmt

Die gesetzliche Krankenversicherung beteiligt sich in der Regel mit einem Festzuschuss an der prothetischen Versorgung. Dieser richtet sich nach dem Befund und nicht nach der tatsächlich gewählten Technik. Wer eine höherwertige Krone möchte, trägt die Mehrkosten selbst.

Der Stiftaufbau selbst ist nicht automatisch Bestandteil dieses Zuschusses. Ob und in welchem Umfang eine Erstattung möglich ist, hängt von der medizinischen Bewertung und der Abrechnung ab. Deshalb sollten wir vor Behandlungsbeginn immer die geplante Leistung und die Abrechnungsart prüfen.

Bei einer privaten Zahnzusatzversicherung kann sich die Situation verbessern. Viele Tarife beteiligen sich an prothetischen Leistungen, allerdings mit sehr unterschiedlichen Bedingungen. Vertragsdetails, Wartezeiten und Leistungsgrenzen spielen dabei eine große Rolle.

Wie wir die richtige Versorgung auswählen

Die Entscheidung für oder gegen einen Stiftaufbau treffen wir nicht nach dem Aussehen des Zahns, sondern nach der Stabilität des Restgebisses. Ein sauberer Befund, ein aktuelles Röntgenbild und die Einschätzung der Wurzelverhältnisse sind dafür wichtig. Nur so lässt sich vermeiden, dass eine Versorgung gewählt wird, die langfristig keinen Halt findet.

Auch die Lage des Zahns ist relevant. Im Frontzahnbereich steht oft die Ästhetik stärker im Vordergrund, im Seitenzahnbereich zählt die Belastbarkeit besonders. Aus diesem Grund können dieselbe Ausgangslage und dieselbe Kronenart je nach Position unterschiedlich behandelt werden.

Worauf wir vor der Entscheidung achten

  • Wie viel gesunde Zahnsubstanz bleibt erhalten?
  • Ist die Wurzelkanalbehandlung abgeschlossen und stabil?
  • Ist die Wurzel für einen Stift geeignet?
  • Welche Belastung muss der Zahn später tragen?
  • Welche Kronenlösung passt zu Funktion und Optik?

Wie die Behandlung abläuft

Nach der Diagnostik folgt die Vorbereitung des Wurzelkanals, sofern ein Stift notwendig ist. Danach wird der Stift eingebracht und der Zahnstumpf aufgebaut. Im Anschluss erfolgt meist ein provisorischer Schutz, bis die endgültige Krone gefertigt und eingesetzt wird.

Zwischen den einzelnen Schritten können mehrere Termine liegen. Das ist normal, weil der Aufbau präzise sitzen muss und die endgültige Krone erst nach exakter Abdrucknahme oder digitaler Erfassung hergestellt wird. Je nach Situation ist auch eine Anpassung des Bisses erforderlich.

So läuft es typischerweise ab

  1. Untersuchung und Röntgendiagnostik
  2. Bewertung der Restzahnsubstanz
  3. Entscheidung für den Stiftaufbau
  4. Aufbau des Zahnstumpfs
  5. Provisorische Versorgung
  6. Herstellung und Einsetzen der Krone

Welche Risiken und Grenzen zu beachten sind

Ein Stiftaufbau ist hilfreich, aber nicht in jeder Situation die beste Lösung. Wenn die Wurzel zu stark geschädigt ist, kann eine andere Versorgung sinnvoller sein. Außerdem besteht bei jeder invasiven Behandlung das Risiko von Beschwerden, Lockerungen oder späteren Reparaturen.

Die Haltbarkeit hängt auch von der Mundhygiene, der Belastung beim Kauen und dem allgemeinen Zustand des Zahnhalteapparats ab. Wer nachts mit den Zähnen presst oder knirscht, belastet die Versorgung zusätzlich. In solchen Fällen kann eine Schiene helfen, die neue Krone zu schützen.

Was Sie vor dem Kostengespräch vorbereiten sollten

Ein gutes Gespräch zur Kostenplanung wird deutlich einfacher, wenn alle Befunde vorliegen. Dann können wir besser einordnen, welche Leistungen medizinisch nötig sind und wo zusätzliche Wünsche hinzukommen. So entsteht ein belastbarer Überblick über den Eigenanteil.

  • Fragen Sie nach dem Heil- und Kostenplan.
  • Lassen Sie sich die einzelnen Positionen erklären.
  • Erkundigen Sie sich nach Festzuschuss und Eigenanteil.
  • Prüfen Sie, ob eine Zusatzversicherung Leistungen übernimmt.
  • Besprechen Sie Alternativen, falls der Zahn nicht sicher erhalten werden kann.

Wenn Sie eine professionelle Zahnersatzlösung suchen, lohnt sich eine genaue Abstimmung mit der Praxis. Nur so lassen sich medizinische Notwendigkeit, Haltbarkeit und wirtschaftlicher Rahmen sinnvoll zusammenbringen.

Wann ein Stiftaufbau medizinisch sinnvoll wird

Wir setzen einen Stiftaufbau dann in Erwägung, wenn von einem Zahn nach einer starken Zerstörung nur noch wenig stabile Substanz übrig ist. Das betrifft häufig Zähne, die bereits eine große Füllung, einen tiefen Defekt oder eine umfassende Wurzelbehandlung hinter sich haben. Die Krone braucht eine belastbare Basis, damit sie langfristig sicher hält. Genau an dieser Stelle schafft der Stiftaufbau den nötigen Halt im Inneren des Zahns.

Wichtig ist dabei die Unterscheidung zwischen Zahnstumpfaufbau und Stiftaufbau. Ein Stumpfaufbau ersetzt verloren gegangene Zahnanteile oberhalb des Zahnfleischs, während der Stift zusätzlich in den Wurzelkanal eingebracht wird. Die Entscheidung richtet sich uns nicht automatisch für diese Versorgung, sondern nur dann, wenn die vorhandene Restsubstanz für eine Krone allein nicht ausreicht. Die Entscheidung hängt also immer davon ab, wie viel gesunder Zahn noch vorhanden ist und wie stabil die Wurzel erscheint.

Welche Befunde wir dafür prüfen

  • Wie weit die Zerstörung des Zahns reicht.
  • Ob die Wurzelbehandlung bereits abgeschlossen und dicht ist.
  • Wie viel tragfähige Zahnwand noch vorhanden ist.
  • Ob der Zahn im Seitenzahnbereich oder Frontzahnbereich liegt.
  • Ob Entzündungen, Risse oder Wurzelfrakturen vorliegen.

Gerade diese Befunde bestimmen, ob wir einen Stift einsetzen können oder ob eine andere Form des Zahnerhalts sinnvoller ist. Ein Stift ist kein Ersatz für gesunde Zahnwände, sondern eine innere Verankerung für einen stark reduzierten Zahn.

Welche Kostenbestandteile wir bei der Planung einrechnen

Die Stiftaufbau Kosten ergeben sich nicht aus einem einzigen Behandlungsschritt, sondern aus mehreren Bausteinen. Dazu gehören die vorbereitende Diagnostik, die endodontische Ausgangssituation, das eigentliche Einbringen des Stifts, der Aufbau des Zahns und später die Krone selbst. Je nach Ausgangslage kann die Behandlung deshalb unterschiedlich kalkuliert werden.

Bei einem einfachen Fall mit guter Substanz und klaren Wurzelverhältnissen bleibt der Aufwand überschaubar. Wird der Zahn jedoch bereits endodontisch aufbereitet, muss zunächst geprüft werden, ob der Wurzelkanal die Aufnahme eines Stifts überhaupt zulässt. Zusätzlich können Materialwahl, Laborleistung und der Umfang der prothetischen Versorgung die Gesamtsumme beeinflussen. Deshalb betrachten wir immer das gesamte Behandlungskonzept und nicht nur einen einzelnen Posten.

Typische Posten in der Abrechnung

  • Untersuchung und Röntgendiagnostik.
  • Vorbereitung des Wurzelkanals.
  • Stiftversorgung aus Metall oder faserverstärktem Material.
  • Aufbau des Zahnstumpfs mit geeignetem Material.
  • Krone, provisorische Versorgung und zahntechnische Leistungen.

Für Sie ist wichtig, dass wir vor Beginn der Behandlung transparent aufzeigen, welche Schritte medizinisch notwendig sind und welche Leistungen hinzukommen können. So lässt sich die Kostenstruktur nachvollziehen, ohne einzelne Positionen isoliert zu betrachten.

Wie wir medizinische Notwendigkeit und Wirtschaftlichkeit abwägen

Ein Stiftaufbau ist nur dann sinnvoll, wenn er die Prognose des Zahns verbessert. Wir wägen deshalb immer zwischen Erhalt, Stabilität und wirtschaftlichem Aufwand ab. Nicht jeder stark geschädigte Zahn profitiert automatisch von dieser Lösung. In manchen Fällen ist die Restzahnhartsubstanz so begrenzt, dass eine andere Versorgung langfristig verlässlicher ist.

Auch die Lage des Zahns spielt eine Rolle. Frontzähne benötigen andere funktionelle Eigenschaften als Backenzähne, weil Ästhetik, Kaubelastung und Platzverhältnisse unterschiedlich sind. Hinzu kommt, dass bei bereits mehrfach versorgten Zähnen die strukturelle Reserve geringer sein kann. Dann geprüft wird besonders sorgfältig, ob ein Stift die gewünschte Stabilität überhaupt liefern kann.

Woran wir erkennen, dass Zurückhaltung sinnvoll sein kann

  • Die Wurzel ist geschwächt oder dünn.
  • Es bestehen Anzeichen für Entzündungen oder Undichtigkeiten.
  • Der Zahn weist vertikale Risse auf.
  • Es bleibt zu wenig gesunde Substanz für eine belastbare Kronenbasis.
  • Die Gesamtsituation spricht eher für eine alternative Versorgung.

So vermeiden wir unnötige Maßnahmen und konzentrieren uns auf eine Versorgung, die fachlich nachvollziehbar und dauerhaft tragfähig ist. Gerade bei Zahnersatz im anspruchsvollen Bereich ist diese Abwägung entscheidend.

Was Sie zu Eigenanteil, Zusatzversicherung und Erstattung wissen sollten

Bei der Kostenfrage ist für viele Patienten nicht nur der Gesamtbetrag wichtig, sondern vor allem der tatsächliche Eigenanteil. Der Stiftaufbau selbst wird je nach medizinischer Notwendigkeit unterschiedlich bewertet, während die Krone in der Regel einen weiteren Kostenblock bildet. Entscheidend ist zudem, ob bereits ein Heil- und Kostenplan vorliegt und wie die Krankenkasse die geplante Versorgung einordnet.

Gesetzlich Versicherte erhalten üblicherweise einen befundbezogenen Festzuschuss für die prothetische Versorgung. Dieser orientiert sich an der Regelversorgung und nicht immer am individuell gewählten Material oder an einer höherwertigen Ausführung. Private Absicherungen oder Zusatzversicherungen können je nach Tarif weitere Anteile übernehmen. Sinnvoll kann sein deshalb, vor der Behandlung die Unterlagen vollständig prüfen zu lassen. Das gilt besonders dann, wenn mehrere Zahnersatzoptionen zur Wahl stehen.

Welche Unterlagen wir vorab bereitlegen

  1. Heil- und Kostenplan der geplanten Versorgung.
  2. Aktuelle Befunde und Röntgenaufnahmen.
  3. Angaben zur Krankenkasse oder Zusatzversicherung.
  4. Fragen zu Material, Haltbarkeit und Folgebehandlung.

Mit dieser Grundlage lässt sich besser einschätzen, welche Anteile übernommen werden und welche Positionen als Eigenleistung verbleiben. Das schafft Planungssicherheit und erleichtert die Wahl zwischen verschiedenen Versorgungswegen.

Warum die spätere Kronenversorgung den Gesamtpreis mitbestimmt

Ein Stiftaufbau wird selten isoliert betrachtet, denn er dient in der Regel als Grundlage für eine Krone. Darum beeinflusst nicht nur der Aufbau selbst die Stiftaufbau Kosten, sondern auch die Art der späteren Überkronung. Eine vollverblendete Krone, eine Teilverblendung oder eine rein metallische Lösung unterscheiden sich im Aufwand und damit im Preis. Hinzu kommt die zahntechnische Fertigung, die an die Form des Zahnstumpfs angepasst werden muss.

Auch die Passgenauigkeit ist wichtig. Je stabiler und sauberer die Basis, desto besser kann die Krone sitzen. Das verbessert nicht nur die Funktion, sondern kann auch Folgekosten senken, weil Anpassungen oder Reparaturen seltener nötig werden. Wir betrachten daher die Versorgung immer als Gesamtsystem aus Wurzel, Aufbau und Kronenrandschluss.

Praktische Punkte für Ihre Entscheidung

  • Welches Ziel steht im Vordergrund: Erhalt, Ästhetik oder Belastbarkeit?
  • Wie hoch ist der zusätzliche Aufwand durch Vorbehandlung oder Reparaturen?
  • Welche Kronenart ist für den betroffenen Zahn geeignet?
  • Wie lange soll die Versorgung im Idealfall halten?

Wer diese Fragen früh klärt, kann die Kosten besser einordnen und die Behandlung mit mehr Sicherheit planen. Genau darin liegt der Vorteil einer strukturierten Beratung vor Beginn der prothetischen Versorgung.

FAQ

Woran erkennen wir, dass ein Stiftaufbau sinnvoll sein könnte?

Es wird geprüft einen Stiftaufbau vor allem dann, wenn von der natürlichen Zahnkrone nur noch wenig stabile Substanz vorhanden ist und wir dem späteren Zahnersatz wieder Halt geben müssen. Entscheidend ist nicht die Größe des Defekts allein, sondern ob sich der Zahn nach der Wurzelbehandlung und der weiteren Versorgung noch ausreichend stabilisieren lässt.

Ist ein Stiftaufbau immer die Voraussetzung für eine Krone?

Nein, eine Krone benötigt nicht automatisch einen Stiftaufbau. Wir setzen ihn nur dann ein, wenn der vorhandene Restzahn den Aufbau einer dauerhaften Versorgung sonst nicht zuverlässig tragen kann.

Wie setzen sich die Kosten für einen Stiftaufbau zusammen?

Die Ausgaben hängen unter anderem vom verwendeten Stift, vom Aufbau-Material, vom Aufwand der Behandlung und von der vorbereitenden Diagnostik ab. Auch die Frage, ob der Zahn bereits wurzelbehandelt ist und ob zusätzliche Maßnahmen nötig werden, beeinflusst die Gesamtsumme.

Warum können die Stiftaufbau Kosten von Fall zu Fall so deutlich variieren?

Jeder Zahn bringt eine andere Ausgangslage mit, und genau das wirkt sich auf den Behandlungsumfang aus. Zusätzlich unterscheiden sich die Honorare je nach Praxis, Materialwahl und regionalem Preisniveau.

Welche Leistungen gehören häufig nicht vollständig zur regulären Kassenversorgung?

Häufig betrifft das höherwertige Materialien, bestimmte laborgefertigte Lösungen oder Leistungen, die über die medizinisch notwendige Basisversorgung hinausgehen. Wir besprechen deshalb immer, welche Positionen übernommen werden und welche als private Zuzahlung verbleiben.

Wie lange hält ein Stiftaufbau in der Regel?

Die Haltbarkeit hängt stark von der Restsubstanz des Zahns, der Mundhygiene und der späteren Überkronung ab. Wird die Versorgung sorgfältig geplant und kontrolliert, kann sie über viele Jahre verlässlich funktionieren.

Kann ein Zahn nach einem Stiftaufbau noch Schmerzen machen?

Ja, vorübergehende Empfindlichkeiten oder Druckgefühl sind nach einer Behandlung möglich. Bleiben Beschwerden bestehen oder nehmen sie zu, sollten wir die Ursache zeitnah prüfen, damit keine Entzündung oder Überlastung übersehen wird.

Wie läuft die Entscheidung für oder gegen diese Versorgung ab?

Es wird beurteilt den Zahn klinisch und röntgenologisch, prüfen die Stabilität der Wurzel und wägen die Prognose des gesamten Zahns ab. Erst danach entscheiden wir gemeinsam, ob ein Aufbau sinnvoll ist oder ob eine andere Versorgung bessere Aussichten bietet.

Worauf sollten wir beim Kostenvoranschlag achten?

Wichtig sind eine transparente Aufstellung der einzelnen Positionen, die geplante Materialart und der Hinweis, welche Leistungen medizinisch begründet sind. Achten Sie auch darauf, ob mögliche Folgeschritte wie die Krone bereits mitgedacht wurden.

Gibt es Alternativen, falls ein Stiftaufbau nicht infrage kommt?

Ja, je nach Restzahnsituation kommen andere Formen des Zahnersatzes, eine erneute Versorgung des Wurzelkanals oder in einzelnen Fällen auch ein vollständiger Zahnersatz in Betracht. Welche Lösung passt, hängt von der Erhaltungswürdigkeit des Zahns und Ihren funktionellen Anforderungen ab.

Wie können wir die Behandlungskosten besser einschätzen?

Am besten lassen wir uns vorab einen strukturierten Heil- und Kostenplan erklären und fragen nach dem Unterschied zwischen Kassenanteil und Eigenanteil. So erhalten Sie eine realistische Vorstellung davon, welche Ausgaben auf Sie zukommen und welche Versorgung medizinisch empfohlen wird.

Fazit

Ein Stiftaufbau kommt vor allem dann infrage, wenn der Zahn trotz starker Substanzverluste noch erhaltungswürdig ist und die Wurzel genügend Stabilität bietet. Für die weitere Versorgung sind eine sorgfältige Untersuchung, ein transparenter Kostenplan und die Abwägung möglicher Alternativen entscheidend. So lässt sich gemeinsam eine medizinisch sinnvolle und finanziell nachvollziehbare Lösung finden.

Checkliste
  • Der Zahn ist stark abgeknabbert oder abgebrochen.
  • Nach einer Wurzelbehandlung fehlt viel Zahnwand.
  • Die Restsubstanz reicht für eine direkte Kronenversorgung nicht mehr aus.
  • Der Zahn soll erhalten bleiben, obwohl der sichtbare Anteil stark beschädigt ist.

Grundlagen und weiterführende Quellen

Diese offiziellen und verbraucherorientierten Stellen helfen bei der aktuellen Einordnung. Für den persönlichen Fall sind Zahnarztpraxis, Krankenkasse oder Versicherung maßgeblich.

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Redaktionshinweis

Unsere Beiträge dienen der allgemeinen Information und Orientierung. Wir bieten keine individuelle zahnmedizinische Beratung, keine Diagnose, keine Behandlungsplanung und keine persönliche Versicherungs- oder Finanzberatung. Bei Beschwerden, Schmerzen, Fragen zum Heil- und Kostenplan oder vor verbindlichen Entscheidungen sollten Sie eine Zahnarztpraxis, Ihre Krankenkasse, Ihre Zahnzusatzversicherung oder eine geeignete Beratungsstelle einbeziehen.

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