Teilprothese oder Brücke bei Zahnlücken: Welche Versorgung passt zu Ihrer Situation?

Lesedauer: 14 Min
Aktualisiert: 3. Juni 2026 13:23

Wir möchten Ihnen helfen, eine Zahnlücke medizinisch sinnvoll einzuordnen und die passende Form des Zahnersatzes besser zu verstehen. Dabei spielen nicht nur die sichtbare Lücke und das ästhetische Ergebnis eine Rolle, sondern auch die Stabilität der restlichen Zähne, das Zahnfleisch, der Biss und Ihre persönlichen Ansprüche im Alltag. Eine Versorgung sollte zuverlässig funktionieren, sich gut reinigen lassen und langfristig zu Ihrer Mundsituation passen.

Zwischen einer festsitzenden Brücke und einer herausnehmbaren Teilprothese liegen wichtige Unterschiede. Beide Lösungen können fehlende Zähne ersetzen, aber sie setzen unterschiedliche Voraussetzungen voraus und bringen verschiedene Vor- und Nachteile mit. Welche Variante medizinisch und praktisch sinnvoller ist, hängt deshalb immer von der Gesamtsituation im Mund ab.

Woran wir die passende Versorgung festmachen

Bevor wir über die Art des Zahnersatzes sprechen, betrachten wir mehrere Punkte gemeinsam:

  • Wie viele Zähne fehlen und an welcher Stelle liegt die Lücke?
  • Sind die Nachbarzähne stabil und als Pfeiler geeignet?
  • Wie belastbar ist der Kieferknochen?
  • Gibt es Entzündungen am Zahnfleisch oder am Zahnhalteapparat?
  • Soll die Versorgung fest sitzen oder herausnehmbar sein?
  • Welche Ansprüche haben Sie an Ästhetik, Komfort und Pflege?

Diese Faktoren entscheiden oft mehr als der reine Wunsch nach einer bestimmten Lösung. In vielen Fällen lässt sich nur nach Untersuchung und Röntgenbild seriös sagen, welche Versorgung sinnvoll trägt und welche eher nur eine Übergangslösung wäre.

Wann eine Brücke gut geeignet sein kann

Eine Brücke ist festsitzend und ersetzt fehlende Zähne, indem sie sich auf benachbarten Zähnen abstützt. Sie wirkt im Alltag oft sehr natürlich, weil sie sich beim Sprechen und Kauen ähnlich anfühlt wie eigener Zahnersatz. Für viele Menschen ist genau das ein wichtiger Vorteil.

Gut geeignet kann eine Brücke sein, wenn die Zähne neben der Lücke gesund, fest und ausreichend tragfähig sind. Auch die Lage der Lücke spielt eine Rolle. Einzelne fehlende Zähne im Seitenzahnbereich oder im Frontzahnbereich lassen sich oft gut versorgen, solange die Pfeilerzähne die Belastung aufnehmen können.

Vorteile im Alltag

  • festsitzendes Gefühl ohne Herausnehmen
  • kurze Eingewöhnung bei vielen Patientinnen und Patienten
  • gute Ästhetik möglich
  • pflegeleicht, wenn die Zwischenräume gut erreichbar bleiben

Worauf wir achten müssen

Für eine Brücke müssen meist gesunde Zahnsubstanz an den Nachbarzähnen abgetragen werden. Das ist ein relevanter Punkt, weil intakte Zähne dadurch verändert werden. Außerdem tragen die Pfeilerzähne die zusätzliche Last. Sind sie bereits vorgeschädigt, gelockert oder durch Karies und Parodontitis belastet, sinkt die Eignung deutlich.

Anleitung
1Wir erfassen die fehlenden Zähne und prüfen die Nachbarzähne.
2Wir beurteilen Zahnfleisch, Biss und Kieferknochen.
3Wir besprechen Ihre Ansprüche an Tragegefühl, Optik und Pflege.
4Wir klären, ob eine Brücke stabil umsetzbar ist oder ob eine Teilprothese sinnvoller trägt.
5Wir planen Material, Gestaltung und spätere Kontrollen.

Wir prüfen deshalb immer, ob die umliegenden Zähne die Funktion auf Dauer mittragen können. Nur dann ist die Brücke nicht nur bequem, sondern auch biologisch sinnvoll.

Wann eine Teilprothese die bessere Wahl sein kann

Eine Teilprothese kommt vor allem dann infrage, wenn mehrere Zähne fehlen oder die verbliebenen Zähne keine stabile Brückenversorgung zulassen. Sie kann an den vorhandenen Zähnen abgestützt werden und über Klammern, Geschiebe oder andere Halteelemente sitzen. In geeigneten Fällen lässt sich damit auch ein größerer Zahnersatzbereich abdecken.

Besonders wichtig ist diese Option, wenn der Zahnbestand zwar noch vorhanden ist, aber nicht alle Nachbarzähne als Brückenpfeiler geeignet sind. Auch bei umfangreicheren Lücken oder wenn mehrere Bereiche gleichzeitig versorgt werden müssen, bietet die Teilprothese oft die realistischere Lösung.

Vorteile im Alltag

  • auch bei größeren Lücken einsetzbar
  • meist weniger Substanzverlust an einzelnen Zähnen als bei einer Brücke
  • erweiterbar, wenn später weitere Zähne fehlen
  • in vielen Fällen wirtschaftlich sinnvoll

Was Sie im Blick behalten sollten

Eine Teilprothese ist herausnehmbar. Das bedeutet, dass Sie sie täglich reinigen und an das Tragegefühl gewöhnen müssen. Manche Modelle sind deutlich komfortabler als ältere Varianten, dennoch bleibt die Handhabung anders als bei festem Zahnersatz. Zudem können sichtbare Halteelemente bei bestimmten Ausführungen die Ästhetik beeinflussen.

Wir achten außerdem darauf, dass die Prothese den Restzähnen nicht schadet. Eine gute Passung, regelmäßige Kontrolle und sorgfältige Reinigung sind dafür entscheidend.

Wie sich beide Lösungen im direkten Vergleich unterscheiden

Im Kern geht es um die Frage, ob wir einen kleinen, klar begrenzten Zahndefekt mit einer festsitzenden Lösung versorgen oder ob wir mehr Stabilität über ein herausnehmbares Konzept erreichen müssen. Die Unterschiede zeigen sich besonders bei Halt, Pflege, Kosten und Belastung der Restzähne.

  • Halt: Brücken sitzen fest, Teilprothesen werden herausgenommen.
  • Vorbereitung: Für Brücken müssen Pfeilerzähne beschliffen werden; Teilprothesen verlangen meist weniger Eingriff an einzelnen Zähnen.
  • Pflege: Brücken brauchen intensive Zwischenraumhygiene, Teilprothesen zusätzlich die Reinigung außerhalb des Mundes.
  • Erweiterbarkeit: Teilprothesen lassen sich oft leichter anpassen, wenn sich die Zahnsituation verändert.
  • Belastung: Brücken übertragen Kräfte auf Pfeilerzähne, Teilprothesen verteilen die Last anders und benötigen eine sorgfältige Planung der Abstützung.

Welche Punkte überwiegen, ist individuell verschieden. Ein jüngerer Patient mit intakten Nachbarzähnen kann andere Prioritäten haben als eine Person mit mehreren lückigen Bereichen, gelockerten Zähnen oder parodontalen Vorschäden.

So gehen wir in der Praxis Schritt für Schritt vor

Damit Sie die Entscheidung sachlich treffen können, orientieren wir uns meist an einer klaren Reihenfolge:

  1. Wir erfassen die fehlenden Zähne und prüfen die Nachbarzähne.
  2. Wir beurteilen Zahnfleisch, Biss und Kieferknochen.
  3. Wir besprechen Ihre Ansprüche an Tragegefühl, Optik und Pflege.
  4. Wir klären, ob eine Brücke stabil umsetzbar ist oder ob eine Teilprothese sinnvoller trägt.
  5. Wir planen Material, Gestaltung und spätere Kontrollen.

Diese Abfolge hilft dabei, nicht nur nach dem schnellsten Weg zu entscheiden, sondern nach einer langfristig tragfähigen Versorgung.

Welche Rolle die Ästhetik spielt

Für viele Menschen ist das Erscheinungsbild ein zentrales Kriterium. Eine Brücke kann sehr unauffällig wirken, weil sie fest sitzt und sich optisch gut anpassen lässt. Moderne Materialien ermöglichen dabei natürliche Farben und gute Lichtwirkung. Eine Teilprothese kann ebenfalls unauffällig gestaltet werden, doch sichtbare Halteelemente oder die Bauform selbst sind manchmal eher erkennbar.

Gerade im Frontzahnbereich wägen wir deshalb besonders sorgfältig ab. Dort zählen natürliches Aussehen, saubere Sprechfunktion und eine angenehme Lippenführung oft stärker als bei einer Versorgung im hinteren Bereich.

Pflege und Kontrolle nach der Versorgung

Unabhängig von der gewählten Lösung bleibt die Mundhygiene ein wesentlicher Faktor. Zahnersatz hält deutlich besser, wenn Zähne, Zahnfleisch und Pfeilerstrukturen gesund bleiben. Deshalb gehören Reinigung und Nachsorge immer dazu.

  • Zwischenräume bei Brücken mit geeigneten Hilfsmitteln reinigen
  • Teilprothesen täglich entnehmen und gründlich säubern
  • Zahnfleisch und Restzähne regelmäßig kontrollieren lassen
  • Auf Druckstellen, lockere Elemente oder Verfärbungen achten
  • Professionelle Reinigung und Nachkontrollen fest einplanen

Gerade bei herausnehmbarem Zahnersatz ist es wichtig, Veränderungen früh zu bemerken. Kleine Anpassungen können später viel Aufwand vermeiden und den Tragekomfort erhalten.

Wann weitere Lösungen in Betracht kommen

Manchmal ist weder eine klassische Brücke noch eine einfache Teilprothese die optimale Antwort. Das kann der Fall sein, wenn zu viele Zähne fehlen, die Restzähne stark belastet sind oder der Kiefer eine andere Versorgung besser trägt. In solchen Situationen prüfen wir auch kombinierte Konzepte oder implantatgestützte Lösungen.

Entscheidend ist, dass die Versorgung zu Ihrer Mundsituation passt und nicht nur die Lücke schließt, sondern die gesamte Kaufunktion stützt. Genau deshalb lohnt sich eine fundierte Untersuchung mit anschließender Besprechung der Möglichkeiten.

Worauf Sie beim Beratungsgespräch achten sollten

Damit Sie eine tragfähige Entscheidung treffen, können Sie im Termin gezielt nachfragen:

  • Sind die Nachbarzähne für eine Brücke wirklich geeignet?
  • Wie stark würden die vorhandenen Zähne belastet?
  • Welche Vorarbeiten sind vor dem Zahnersatz nötig?
  • Wie aufwendig ist die Reinigung im Alltag?
  • Welche Lösung ist bei späteren Veränderungen am flexibelsten?

So erhalten Sie nicht nur eine technische Einschätzung, sondern auch eine Einordnung für Ihren Alltag. Eine gute Versorgung sollte fachlich überzeugen und sich im täglichen Leben bewähren.

Wie wir die Entscheidung medizinisch sauber einordnen

Bei Zahnlücken geht es nicht nur um das Schließen eines sichtbaren Defekts. Wir müssen immer prüfen, wie viele Zähne fehlen, wie stabil die Nachbarzähne sind, wie der Biss verteilt ist und wie belastbar der Kieferknochen im betroffenen Bereich noch ist. Erst daraus ergibt sich, ob eine festsitzende Versorgung oder ein herausnehmbarer Zahnersatz sinnvoller ist.

Eine Brücke setzt in der Regel tragfähige Nachbarzähne voraus, die als Pfeiler dienen können. Eine Teilprothese nutzt dagegen mehrere Haltepunkte und kann Lücken auch dann versorgen, wenn eine feste Überbrückung nur mit großem Aufwand oder gar nicht möglich wäre. Entscheidend ist deshalb nicht allein die Lücke selbst, sondern das gesamte Mundbild.

Wir berücksichtigen außerdem, ob weitere Zähne langfristig gefährdet sind, ob bereits Füllungen, Kronen oder Wurzelbehandlungen vorliegen und wie viel Substanz an den verbliebenen Zähnen noch vorhanden ist. Auch die Frage, ob Sie die Versorgung im Alltag lieber fest im Mund tragen oder für Reinigung und Pflege herausnehmen möchten, spielt eine wichtige Rolle.

Welche medizinischen und praktischen Faktoren den Ausschlag geben

Für die Wahl zwischen den Versorgungsformen bewerten wir mehrere Ebenen gleichzeitig. Dazu gehören Zahnstatus, Parodontalgesundheit, hygienische Möglichkeiten, Belastungsverteilung und der spätere Reparatur- oder Anpassungsbedarf. Eine gute Lösung muss nicht nur heute funktionieren, sondern auch unter den Bedingungen der nächsten Jahre verlässlich bleiben.

  • Art und Größe der Zahnlücke
  • Zustand der Nachbarzähne
  • Stabilität des Zahnhalteapparats
  • Vorhandene Kronen, Füllungen oder Implantate im Umfeld
  • Kaufunktion und Bisslage
  • Ästhetische Anforderungen im sichtbaren Bereich
  • Pflegeaufwand und Handhabung im Alltag

Gerade bei mehreren fehlenden Zähnen oder bei ungünstig verteilten Lücken kann eine Teilprothese funktionell viel leisten, obwohl sie herausnehmbar ist. Umgekehrt ist eine Brücke häufig sehr überzeugend, wenn die benachbarten Zähne bereits eine Versorgung benötigen und als stabile Pfeiler herangezogen werden können.

Welche Folgen die Wahl für Nachbarzähne und Biss haben kann

Eine festsitzende Versorgung beeinflusst die tragenden Zähne dauerhaft, weil diese beschliffen und in das Konzept eingebunden werden. Das ist medizinisch sinnvoll, wenn die Pfeilerzähne ohnehin behandelt werden müssen oder ihre Substanz eine sichere Versorgung zulässt. Gleichzeitig sollten wir vermeiden, gesunde Zähne unnötig zu opfern, nur um eine Lücke elegant zu schließen.

Eine Teilprothese schont Substanz an den Nachbarzähnen, verlangt aber eine präzise Planung der Halteelemente und Auflageflächen. Wird sie schlecht gestaltet, kann sie Druckstellen, Kippungen oder eine ungleichmäßige Belastung erzeugen. Deshalb sind Anpassung, Stabilität und regelmäßige Kontrolle so wichtig wie die Frage nach dem ersten Eindruck im Mund.

Auch die Bisslage beeinflusst die Entscheidung. Bei ausgeprägten Fehlbelastungen, Bruxismus oder bereits geschwächten Pfeilerzähnen brauchen wir eine Lösung, die mechanisch zum gesamten Kausystem passt. Nicht jede Zahnlücke verlangt dieselbe Versorgung, selbst wenn sie optisch ähnlich wirkt.

Wie wir die Versorgung für Ihren Alltag auswählen

Wir orientieren uns nicht nur an der Theorie, sondern an Ihrer täglichen Nutzung. Wer beruflich viel spricht, möchte meist eine möglichst unauffällige und sichere Lösung. Wer motorisch eingeschränkt ist oder eine sehr gründliche Reinigung bevorzugt, profitiert oft von einer Konstruktion, die sich einfach entnehmen und reinigen lässt.

Für die Auswahl hilft uns eine strukturierte Abwägung:

  1. Wir prüfen zunächst den Zustand der verbliebenen Zähne und des Zahnfleischs.
  2. Wir beurteilen, ob eine feste Überbrückung biomechanisch sicher tragfähig ist.
  3. Wir klären, ob bei einer Teilprothese genügend Halt und Komfort erreichbar sind.
  4. Wir besprechen, wie viel Pflegeaufwand für Sie gut umsetzbar ist.
  5. Wir gleichen medizinische Notwendigkeit, Ästhetik und langfristige Stabilität miteinander ab.

So kommen wir zu einer Versorgung, die nicht nur im Behandlungszimmer überzeugt, sondern auch im Essen, Sprechen und Reinigen gut beherrschbar bleibt. Genau dort zeigt sich, ob die gewählte Lösung im Alltag wirklich passt.

Welche Langzeitperspektive wir mitdenken sollten

Bei Zahnersatz lohnt es sich, den Blick über den ersten Behandlungsschritt hinaus zu richten. Eine Brücke kann über viele Jahre zuverlässig funktionieren, benötigt aber stabile Pfeiler und eine sorgfältige Mundhygiene. Entwickeln sich an den tragenden Zähnen neue Probleme, kann die Versorgung später angepasst oder erneuert werden müssen.

Eine Teilprothese ist in vielen Fällen flexibler, weil sie bei Veränderungen leichter erweitert oder umgearbeitet werden kann. Sie ist damit eine interessante Option, wenn das Gebiss noch nicht endgültig stabil ist oder weitere Verluste nicht sicher ausgeschlossen werden können. Gleichzeitig darf man den Wartungsbedarf nicht unterschätzen, denn Halteelemente, Auflagen und Kunststoff- oder Metallanteile brauchen regelmäßige Kontrolle.

Auch die Kostenentwicklung über die Jahre ist relevant. Eine zunächst günstigere Lösung ist nicht automatisch die wirtschaftlich bessere, wenn sie häufiger nachgearbeitet werden muss oder die beteiligten Zähne langfristig mehr Aufwand verursachen. Wir betrachten deshalb immer den gesamten Behandlungsverlauf und nicht nur den ersten Schritt.

Woran wir erkennen, ob die gewählte Versorgung gut funktioniert

Nach dem Einsetzen achten wir auf mehrere Zeichen, die uns zeigen, ob die Konstruktion harmonisch arbeitet. Dazu gehören ein gleichmäßiger Kontakt beim Zubeißen, eine gute Aussprache, stabile Lage ohne Wackeln und eine Reinigung, die im Alltag verlässlich gelingt. Beschwerden sollten nicht erst nach Wochen besprochen werden, sondern früh, damit sich kleine Druckstellen oder Fehlkontakte nicht verfestigen.

Hilfreich ist, auf folgende Punkte zu achten:

  • Es treten keine anhaltenden Druckstellen auf.
  • Das Kauen fühlt sich auf beiden Seiten ausgeglichen an.
  • Die Nachbarzähne reagieren nicht empfindlich auf Wärme, Kälte oder Druck.
  • Die Versorgung lässt sich sauber halten.
  • Sie können sprechen, lachen und essen, ohne ständig an den Zahnersatz denken zu müssen.

Gerade bei einer Teilprothese braucht es oft eine kurze Eingewöhnungszeit, damit Lippen, Zunge und Kaumuskulatur sich an die neue Situation anpassen. Bei einer Brücke stehen dagegen die Passung, die Randsituation und die Pflege der Pfeilerzähne im Vordergrund. In beiden Fällen gilt: Ein guter Zahnersatz ist nicht nur sichtbar passend, sondern auch funktionell ruhig und langfristig tragfähig.

Häufige Fragen zur Versorgung bei Zahnlücken

Wie finden wir heraus, welche Lösung für Sie sinnvoll ist?

Wir beurteilen zunächst die Größe der Lücke, den Zustand der Nachbarzähne und den Zustand des Knochens. Ebenso berücksichtigen wir Ihre Mundhygiene, Ihre Wünsche an Ästhetik und Komfort sowie den zeitlichen und finanziellen Rahmen.

Wann spricht mehr für eine festsitzende Versorgung?

Eine festsitzende Versorgung passt oft gut, wenn die Pfeilerzähne stabil sind und ausreichend Substanz für die Aufnahme vorhanden ist. Zusätzlich spielt eine gute Bisssituation eine wichtige Rolle, damit wir Halt und Belastbarkeit zuverlässig planen können.

Wann ist eine herausnehmbare Lösung im Vorteil?

Eine herausnehmbare Versorgung kommt häufig dann in Betracht, wenn mehrere Zähne fehlen, die Restzähne nur begrenzt belastbar sind oder eine Erweiterung der Versorgung absehbar sein könnte. Sie kann außerdem sinnvoll sein, wenn wir mehrere Lücken in einem Zahnbogen ausgleichen müssen.

Welche Rolle spielen die Nachbarzähne bei der Entscheidung?

Die Nachbarzähne sind oft ein zentraler Faktor, weil sie bei einer festsitzenden Lösung als tragende Basis dienen können. Sind diese Zähne bereits stark gefüllt, empfindlich oder überlastet, prüfen wir besonders sorgfältig, ob eine andere Versorgung besser passt.

Wie wichtig ist das Erscheinungsbild im Front- und Seitenzahnbereich?

Im sichtbaren Bereich stehen natürliche Form, Farbe und ein harmonischer Übergang meist im Vordergrund. Im Seitenzahnbereich zählen zusätzlich Belastbarkeit, Reinigungsfreundlichkeit und die Frage, ob sich die Versorgung im Alltag gut bewährt.

Kann eine Versorgung auch später noch angepasst werden?

Ja, das ist in vielen Fällen möglich, allerdings unterschiedlich gut je nach System. Herausnehmbare Varianten lassen sich meist leichter erweitern oder verändern, während festsitzende Lösungen sorgfältiger geplant werden müssen.

Wie sieht die Eingewöhnung bei den verschiedenen Versorgungen aus?

Bei einer festsitzenden Lösung fühlen sich viele Menschen nach kurzer Zeit wieder recht natürlich. Eine herausnehmbare Versorgung benötigt oft eine längere Eingewöhnung, weil sich Sprache, Kaudruck und das Tragegefühl zunächst verändern können.

Welche Kostenfaktoren sollten wir mitdenken?

Die Kosten hängen von der Art der Versorgung, dem Material, dem zahntechnischen Aufwand und möglichen Vorbehandlungen ab. Zusätzlich kann entscheidend sein, ob vorhandene Zähne erhalten, überkront oder vorab saniert werden müssen.

Wie läuft die Planung in der Regel ab?

Wir beginnen mit einer Untersuchung, ergänzen bei Bedarf Röntgenbilder und besprechen die funktionellen sowie ästhetischen Anforderungen. Danach folgt die Entscheidung für ein passendes Konzept, bevor wir Abdruck, Digitalisierung, Herstellung und Eingliederung planen.

Was tun wir, wenn mehrere Faktoren gleichzeitig eine Rolle spielen?

Dann gewichten wir die medizinischen, funktionellen und praktischen Aspekte gemeinsam. Oft ergibt sich die beste Lösung nicht aus einem einzelnen Merkmal, sondern aus dem Gesamtbild von Mundsituation, Belastung und Pflegeaufwand.

Wie lange sollte eine gute Lösung im Idealfall halten?

Die Haltbarkeit hängt stark von der Mundgesundheit, der Reinigung und den Kontrollterminen ab. Mit sorgfältiger Pflege und regelmäßiger Überprüfung kann sowohl eine festsitzende als auch eine herausnehmbare Versorgung lange zuverlässig funktionieren.

Fazit

Für die Wahl zwischen einer herausnehmbaren und einer festsitzenden Versorgung zählt nicht nur die Lücke selbst, sondern die gesamte Zahnsituation. Wir empfehlen daher eine sorgfältige Untersuchung und eine individuelle Planung, damit Funktion, Ästhetik und Alltagstauglichkeit zusammenpassen. So erhalten Sie eine Lösung, die zu Ihrem Befund und Ihren Ansprüchen an professionellen Zahnersatz passt.

Checkliste
  • Wie viele Zähne fehlen und an welcher Stelle liegt die Lücke?
  • Sind die Nachbarzähne stabil und als Pfeiler geeignet?
  • Wie belastbar ist der Kieferknochen?
  • Gibt es Entzündungen am Zahnfleisch oder am Zahnhalteapparat?
  • Soll die Versorgung fest sitzen oder herausnehmbar sein?
  • Welche Ansprüche haben Sie an Ästhetik, Komfort und Pflege?

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